Strahlenwerte in Tokio gestiegen

Die radioaktiven Strahlenwerte in Tokio haben zugenommen und sind stellenweise nur knapp unter der Evakuierungsmarke.

„…In Tokio ist an einzelnen Orten stark erhöhte Radioaktivität aufgetreten. Wie ein TV-Sender berichtet, liegt die Strahlung stellenweise nur knapp unter dem Wert, ab dem das betroffene Gebiet evakuiert werden müsste…“ (Spiegel Online)

Der Brüller, auch wenn nicht sehr lustig, an der Geschichte ist. Nachdem die Behörden erst den Zusammenhang zur Reaktorexplosion in Fukushima herstellten, weichen sie nun von ihrer Aussage zurück und behaupten das komplette Gegenteil…

„…Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde ein Zusammenhang zur Atomkatastrophe in Fukushima hergestellt. Inzwischen haben die örtlichen Behörden diese ursprüngliche Darstellung korrigiert…“ (Spiegel Online)

Der Regierung scheint weitestgehend egal zu sein, wie die Angst in der Bevölkerung wächst und das sie diese durch solche Informationssprünge nur noch weiter schüren.

Den gesamten Artikel gibt es hier.

Holdouts

Eine Sache die mich schon immer stutzig gemacht hat. Wenn so ein Krieg wie der 2. Weltkrieg vorbei ist dann müssen ja Massen von Soldaten wieder nach hause gebracht werden. Das da nicht irgendwer fehlt…

Nun, genau das ist passiert nachdem die Japaner 1945 kapitulierten. Viele ihrer Soldaten waren auf kleinen Inseln stationiert und hatten das Kriegsende schlicht nicht mitbekommen. Auch als die japanische Regierung Flugblätter über den Inseln abwerfen lies, glaubten die Soldaten das das eine List des Feindes war.

„…Der Krieg der Japaner mit den Alliierten endete am 15. August 1945 durch die bedingungslose Kapitulation Japans, aber auf diversen kleinen Inseln im Pazifik hielten noch Tausende von japanischen Soldaten aus. In den folgenden Jahren wurde immer wieder versucht, diese »Holdouts« etwa durch den Abwurf von Flugblättern zum Aufgeben zu bringen, aber viele hielten das für eine Propagandaaktion…“

Der wohl verbissenste ‚Holdout‘ war der Japaner Onoda Hiro. Er versteckte sich bis März 1974 auf einer philippinischen Insel und nur sein, durch Glück noch lebender, Vorgesetzter von damals konnte ihm persönlich erklären das der krieg vorbei war.

Während dieser langen Zeit war der Soldat natürlich nicht untätig…

„…Hirō trug dabei immer noch seine sorgfältig geflickte Kriegsuniform und war im Besitz von Waffen und Munition. Er hatte sein Leben auch nicht als Eremit verbracht, sondern die Waffen durchaus eingesetzt: Er tötete während dieser Zeit etwa 30 Menschen, lieferte sich Schießereien mit der philippinischen Polizei und verbrannte mehrmals die Reisernte örtlicher Bauern. Nach seiner Aufgabe wurde er vom philippinischen Präsidenten Marcos begnadigt und ging als Volksheld zurück nach Japan, wo er noch heute lebt…“

Den ganzen Artikel von ZEIT online gibt es hier.