Rechtspopulismus in Deutschland (und ein kleines Update)

Die gute Nachricht zuerst. Ich hatte vor einigen Tagen ja von der Rede berichtet die Geert Wilders vor deutschen Nazis halten wollte und das die Resonanz dafür schon im voraus nicht so gut war… . Mit Freuden kann ich euch nun berichten das bei dem Besuch des Rechtspopulisten wohl wirklich sehr viele Stühle frei blieben.

„…Es sollte bis zu 100 Euro kosten, das Idol aus der Nähe zu erleben. Doch auch nachdem die Eintrittspreise auf fünf Euro gesunken waren, wollten nicht so viele Fans den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders sehen, wie es sich die Wahlkämpfer der Partei „Die Freiheit“ vorgestellt hatten. Gut 600 Zuhörer waren gekommen…“

Dennoch hat das ganze hat einen faden Beigeschmack, den es scheint wohl wirklich nur die Faulheit der Nazis oder Rechtspopulisten in Deutschland zu sein, die sie davon abhält es ihren Gleichgesinnten im Ausland nach zu machen.

„…Die Skepsis gegenüber dem Euro und der EU ist hierzulande eher noch größer als in vielen Nachbarländern. Und welche Ängste und Ressentiments die Themen Einwanderung und Islam wecken können, hat der Erfolg von Thilo Sarrazins gezeigt. Gleichzeitig verlieren die traditionellen Volksparteien das Vertrauen der Wähler. „Die Gelegenheit ist für populistische Gruppen eigentlich günstig“, sagt der Populismus-Forscher Florian Hartleb. „Sie schaffen es nur nicht, ihr Potential zu mobilisieren…“

Diese plausiblen Punkte bringen einen dann schon zum Nachdenken, hoffentlich auch euch wenn ihr den gesamten Artikel lest.Den gibt es auf sueddeutsche.de

…Stell dir vor es spricht ein Nazi und keiner geht hin…

Weiterführung zum Artikel von gestern.

Diesmal geht es dennoch nicht direkt um die Niederlande.

Die Freiheit‚ ist eine rechtspopulistische Partei die vor allem in den Niederlanden extreme und dadurch sehr beängstigende Erfolge erzielt. Bei der Parlamentswahl 2006 regnete es aus dem Stand heraus 150 Mandate (5,9%), dieser Trend bestätigte sich dann 2010 bei den Wahlen. Mit 15,55% zog ‚die Freiheit‘ ins niederländische Parlament, als drittstärkste politische Kraft, ein. An ihrer Spitze, Geert Wilders (Das seine Mutter aus Westjava, Indonesien, kam und damit unter niederländischer Kolonialherrschaft aufgewachsen ist, ist nur einer von vielen Fakten die eigentlich ausschließen sollten das er Nazi wird). Naja, seisdrum, er ist einer, schlimm genug. Dieser Geert Wilders jedenfalls ist jetzt Vorsitzender der Partei ‚die Freiheit‘. Diese gibt es auch in Deutschland und da grade Wahlkampf in Berlin ist will natürlich auch sie sich durchsetzen, so lud die Partei die eigene Koryphäe, Geert Wilders, zum Schlussspurt im Wahlkampf ein. Er soll hier auf einer Veranstaltung vor Jungen und alten Nazis sprechen. Doch die Sache hat leider einen Haken…

„…Geert Wilders, Held der europäischen Islamkritiker, spricht auf einer Veranstaltung der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ – und keiner geht hin. Um einer Blamage zu entgehen, muss die Partei ihren „Stargast“ nun zu Sonderkonditionen verschleudern…“

Grund für das Nichterscheinen der Gehirnlosen waren anscheinend die horrenden Preise für die Veranstaltung…

„…100 Euro für einen Platz in der ersten, 80 Euro in der zweiten, 60 Euro in der dritten Reihe und immerhin 35 Euro weiter hinten. Mit den teuren Sicherheitsvorkehrungen „für eine der zehn meistgeschützten Personen Europas“ begründet „Freiheit“-Bundesvorstand Felix Strüning die hohen Preise…“

Nun, bei den Preisen blieben, wie gesagt, die Besucher aus (350 von 840 Plätzen vergeben). Also hatte der Veranstalter eine, für seinen Intellekt, grandiose Idee um Wilders nicht zu enttäuschen…

„…Fünf Tage vor Wilders Auftritt bieten die Berliner Rechtspopulisten nun die Plätze im Saal zu Sonderkonditionen an. Interessierte, „die nicht in der Lage sind, die hohen normalen Eintrittspreise zu entrichten“, könnten an der Abendkasse zahlen, was „sie für angemessen halten“, ließ die Partei in ihrem Infobrief wissen.Zwischen fünf und zwanzig Euro sollen die Sitze dort kosten – und damit nur einen Bruchteil dessen, was die Partei bis dahin nehmen wollte…“

Ich würde mich bezahlen lassen, wenn ich mir diesen Schund anhören müsste!

Den gesamten, ideegebenden, Text gibt’s hier.