Er schrieb „Bombe“ in seiner E-Mail

…“Die deutschen Geheimdienste haben 2010 mehr als 37 Millionen E-Mails und Datenverbindungen ausgespäht, weil darin Worte wie „Bombe“ vorgekommen sind.„… (Quelle: gutjahr.biz)

Ein toller Blog post vom Herrn Gutjahr gibt Aufschluss darüber, was die deutschen Geheimdienste so alles tun…

…“Respekt: Unter den 37 Millionen abgefangenen Mails 2010 waren immerhin 213 Personen, die bei ihrer Steuererklärung gemogelt, Marihuana geraucht oder ihre Strafzettel nicht bezahlt haben. Soll noch einer sagen, Rasterfahndung liefere keine Ergebnisse. Bei so vielen Treffern können schon mal ein paar Neonazis durch die Lappen gehen. Haben vermutlich vergessen, das Wort „Bombe“ in den Betreff ihrer Mails zu schreiben, diese alten Schlawiner! 😉 Vielleicht solltet Ihr einfach noch mehr Handys anzapfen, Wohnräume überwachen und E-Mails abfangen. Gut, dass Deutschland nur 80 Millionen Einwohner hat. Das schränkt den Kreis der Verdächtigen erheblich ein.“… (Quelle: gutjahr.biz)

 

…TERROR, TERROR, TERROR!!!

Den ganzen Text könnte ihr hier lesen.

 

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ACTA: You shall not pass!

Am Ende gewinnen doch immer die Guten…

Grund zur Freude! Deutschland unterzeichnet das ACTA-Abkommen doch nicht! Doch die Sache hat einen faden Beigeschmack, denn ausgeschlossen ist das ganze noch nicht…

…“Die Bundesregierung wartet ab: Das umstrittene Acta-Abkommen soll von Deutschland erst nach einer Abstimmung im EU-Parlament ratifiziert werden. Das hatte die Justizministerin bereits am Donnerstag mitgeteilt, nun setzt das Auswärtige Amt die Entscheidung um.“… (Quelle: spiegel.de )

Es heißt also abwarten und auf das misslingen der Abstimmung im EU-Parlament hoffen. Zu diesem Tragen einige Staaten (z.B. Polen) schon kräftig bei und auch eine europaweite Demonstration, die für den 11. Februar geplant ist übt sicher noch einmal Druck aus. Hier gibt es eine imposante Google Map die die verschiedenen Standorte der Demonstrationen zeigt.

Was ist ACTA?

Minecraft von majorjk

Netzneutralität fällt aus

Das sich die Regierungsparteien jetzt mit den Errungenschaften in puncto Telefonwarteschleifen, Call-by-Call und Werbeanrufen schmücken, stößt bei mir auf Unverständnis den mit die wichtigste und verheerendste Entscheidung wird hierbei außer Acht gelassen.

„…All das ist gut und schön. Doch die wahren Probleme hat die Bundesregierung so nicht bekämpft. Sie hat die Novelle nicht eingesetzt, um Netzneutralität zu verankern und sie hat auch den Breitbandausbau nicht zur Pflicht gemacht. So hat die Regierung verpasst, die beiden dringendsten Fragen in der Regulierung der Telekommunikation endlich zu klären. …“ (zeit.de)

Man wollte gestern nämlich auch entscheiden das  jeder in Deutschland den gleichen Anspruch auf Internet haben kann und das nicht die Unternehmen entscheiden wann und wo sie ihre Kabel verlegen. Eine Verpflichtung sollte beschlossen werden das keiner, aufgrund seines Wohnortes, benachteiligt wird.

„…Zum zweiten Mal – nach der vergebliche Debatte in der Internet-Enquete-Kommission – ist der politische Versuch gescheitert, das Internet als lebenswichtige Infrastruktur und Basis unseres Zusammenlebens so vielen Einflüssen wie möglich zu öffnen. Das spielt all jenen in die Hände, denen es allein darum geht, mit dem Netz und durch das Netz Geld zu verdienen und Macht auszuüben. …“ (zeit.de)

Die Unternehmen nutzen ihre Kunden immer wieder aus und drehen ihnen teure Verträge, mit hoher Geschwindigkeit, an, die die Kunden aber nie nutzen können. Ihr Netz ist dafür nicht ausgelegt und dieses wollen die Unternehmen auch nicht ausbauen bzw. verbessern.Verpflichtungen und Gesetze hätte geholfen, doch die Regierungsparteien sind der Meinung das sich der Markt „selber regulieren“ würde…

„…Wie ein Mantra wiederholen die Gegner des Konzeptes, es brauche keine Gesetze und keine Regulierung, der Markt werde alles zur Zufriedenheit aller regeln. Das ist eine schöne Hoffnung, doch sie trügt. Noch nie hat ein unregulierter Markt von sich aus dafür gesorgt, dass alle sich beteiligen können. Immer ergibt sich ein Ungleichgewicht. Wenige besitzen alles, viele nichts. …“ (zeit.de)

Doch es wird beruhigt…

„…Die Union feiert die Entscheidung trotzdem als Erfolg. Man sei, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Technologie der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, auf dem besten Weg, das gesteckte Ziel zu erreichen. Spätestens bis 2018 könne man flächendeckend Zugänge mit 50 Megabit pro Sekunde anbieten. Bis dahin sind es allerdings noch sieben Jahre. Im Netz eine lange Zeit. Was bedeutet, dass diese Anschlüsse, wenn sie endlich in der Erde liegen, wahrscheinlich längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügen. Mit einem Gesetz hätte dieses Ziel schneller erreicht werden können. …“ (zeit.de)

Den ganzen Kommentar von K. Biermann gibt es hier.

Neuer Trojaner, die selben Probleme [UPDATE]

Ich habe noch eine, meiner Meinung nach sehr bedeutende, Fragestellung (bzw. drei Fragestellungen) in einem F.A.Z. Artikel gelesen, den ich hier mal eben zitieren möchte.

„…Setzt man die neuen Erkenntnisse ins Verhältnis zu den Äußerungen der politisch Verantwortlichen, die sich bisher zu dem Vorgang äußerten, dann ergibt sich ein erschreckendes Bild: Das jüngste verfassungsrechtlich garantierte Grundrecht, das Deutschland hat, verkümmert zu einem Software-Feature, das Schritt für Schritt nachgerüstet wird. Private Firmen und auf individuellem Engagement ruhende Interessenorganisationen übernehmen dabei die Funktion der Protagonisten, während die eigentliche Kontrollinstanz verlegen und ratlos zum Zuschauer wird.

Neben der Frage nach den Grenzen des Rechts und den Möglichkeiten der Technologie bleibt noch eine dritte Frage: Wie viel Macht hat eigentlich die Politik?…“ (faz.net)

Den ganzen Artiekl gibt es hier zu lesen.

Auch Fefe stellt in einem Beitrag klar, was nun ein sinnvoller Schritt für die Behörden wäre.

„…Meine Hoffnung war ja, dass das BKA einfach zugibt, dass das ihr Trojaner ist, damit wir jetzt nicht noch öffentlich darauf hinweisen müssen, dass die Beweislast für die gegenteilige Aussage bei ihnen liegt, und sie sich auch noch stilfrei zum schlechten Verlierer machen müssen, weil sie nicht zu ihren Fehlern stehen und zum Geständnis gezwungen werden müssen. Letztlich hatte ja der Spezialexperte Ziercke schon alle wichtigen Punkte zugegeben, das ist ja echt nur noch eine Formalie hier gerade. Also los, BKA, gebt euch einen Ruck. Ihr seht schon schlecht genug aus. Brust raus, gerader Rücken, Blick nach vorne, und steht zu euren Taten. …“ (blog.fefe.de)

Den ganzen Beitrag von ihm gibt es hier.